Ich wünsche mir…..

 

Endlich ist es so weit. Weihnachten. Der 24. Dezember. Heiligabend. So viele Wochen sehnt man sich diesem Tag entgegen, der selbst für Erwachsene seinen Zauber nicht verliert. Alle Türchen sind geöffnet, alle Päckchen gepackt, alle Kerzen angezündet, alle Plätzchen gegessen und man kann es kaum erwarten singend um den Baum zu sitzen während Aufregung und Freude die Augen aller zum funkeln bringen.
Manchmal sieht man sogar schon seinen eigenen Namen auf einem der vielen Geschenke stehen und fragt sich: ist da auch wirklich das drin, was ich mir gewünscht habe?
Ich bin beispielsweise sehr schlecht zu beschenken. Denn ich hasse Überraschungen. Genauer gesagt hasse ich Überraschungen, die mir nicht gefallen. Ich sage lieber ganz genau was ich mir wünsche, um jeglichen Missverständissen vorzubeugen und Enttäuschungen zu vermeiden.

Ich wünsche mir….

… weiße Weihnachten
… dass ich dieses Jahr noch Zeit finde mein Buch zu Ende zu lesen.
… dass meine Kinder endlich lernen ihre Jacken aufzuhängen und nicht an Ort und Stelle auf die Erde fallen zu lassen, wenn sie nach Hause kommen.
… dass sämtliche Mitglieder meiner Familie zukünftig das Klopapier nachfüllen und die leere Rolle in den Mülleimer werfen, statt immer nur auf die Fensterbank zu stellen.
… dass man einen Grund findet, die AfD für verfassungswidrig zu erklären.
… den  Hamburger Tatort mit Cenk Batu zurück.
… dass Kind 2 das Subtrahieren lernt.
… dass Charlies Sohn begreift, dass man mehrere Bierflaschen gleichzeitig und vor allem frühzeitig in den Kühlschrank stellen kann und nicht jede Flasche einzeln allabendlich ins Gefrierfach legen muss, wo selbige dann in regelmäßigen Abständen platzt, weil Charlies Sohn auf dem Sofa eingeschlafen ist.
… dass meine Mama öfter Kohlrouladen macht.
… dass die Frage ob man Hausaufgaben machen oder sein Zimmer aufräumen muss, nicht jedes Mal in endlosen Diskussionen endet.
… (wo wir schon gerade dabei sind) die Abschaffung von Hausaufgaben.
… eine neue Staffel von „Die Brücke“.
… dass endlich jemand eine Diät erfindet, in der man sich hauptsächlich von Butterbrot und Nudeln in allen Varianten ernähren kann.
… dass Charlies Sohn endlich seine Pflegeversicherung kündigt, die er seit 2009 nicht mehr benötigt.
…dass Kind 3 endlich bereit ist ohne Schnuller zu leben.
… dass Nora Tschirner mit mir einen Kaffee trinken geht.
… dass ganz viele Menschen meinen Blog lesen.

Das nicht alle Wünsche erfüllt werden ist eh klar. Schließlich habe ich in den letzten Wochen unermüdlich versucht die Kinder darauf vorzubereiten, dass das Christkind eher keinen Hund, kein Kanninchen und auch keine Virtual Reality Headset Brille mit Bluetooth bringen wird.

Deshalb bin ich nun umso gespannter was sich in meinem Päckchen befindet…

Frohe Weihnachten!

Patchwork im Himmel

Die Tage werden kürzer, die ersten Plätzchen sind gebacken und heute wurde die erste Kerze angezündet. Zeit innezuhalten, in sich zu gehen und seinen Gedanken nachzuhängen. Auch für Kind 2.

Kind 2: Mama gell, Josef ist Gott.
Ich: Hä? Nee. Gott ist Gott und Josef ist Josef.
Kind 2: Aber Josef ist doch der Vater von Jesus.
Ich: Ja. Genau.
Kind 2: Und Jesus ist doch Gottes Sohn….
Ich: Ääähhh… Ja. Stimmt.
Kind 2: Also ist Josef Gott.
Ich: Nein. Das ist in diesem speziellen Fall etwas anders.
Kind 2: Wieso?
Ich: Also, ähm… Jesus ist Gottes Sohn. Und Maria und Josef sind die Eltern von Jesus. Und Gott ist der Vater von Jesus, genauso wie er der Vater von allen Menschen ist.
Kind 2: Hä? Das verstehe ich nicht.
Ich: Das ist auch wirklich schwierig zu verstehen und auch nicht leicht zu erklären.

Etwa zehn Minuten vergehen und ich bin total stolz über meine geniale Erklärung zu den verwirrenden Familienverhältnissen von Gott, Jesus, Maria und Josef als Kind 2 erneut zu mir kommt. Man sieht ihr förmlich an, dass ihr ein Licht aufgegangen ist als sie sagt: Jetzt hab ich’s verstanden, Mama! Gell, Maria und Gott haben sich getrennt.